Resolution vom 03.12.2009
Nach der Vollversammlung am 03.12.2009 haben die anwesenden Studierenden folgende Resolution verabschiedet:
Wir sehen Handlungsbedarf in unserem Institut in verschiedenen Bereichen. Darum sprechen wir hier die unserer Meinung nach zentralen Probleme am Institut für Bildungswissenschaft an und fordern:
1. Die Einführung des Masters zum WS 2010/11!
Da die ersten BachelorabsolventInnen im kommenden Sommersemester 2010 ihr sechssemestriges Studium beenden werden, fordern wir für das darauf folgende Semester einen konsekutiven Master. Die noch ungeklärte personelle Kapazitätsproblematik können wir nicht akzeptieren. Auf Grund dieser aktuellen Situation besteht akuter Handlungsbedarf. Kein weiterer Aufschub des Masters!
2. Die Rückfinanzierung des kostenpflichtigen Masters!
Die oben angesprochene personelle Kapazitätsproblematik ist direkt mit der Frage der finanziellen Rückerstattung von Mitteln durch den MA BOB (Master Berufs- und organisationsbezogene Beratungswissenschaft) verbunden. Dieser kostenpflichtige Master existiert hier am Institut schon seit Oktober 2006 und nutzt dabei unsere Kapazitäten, ohne einen finanziellen wie personellen Ausgleich zu erstatten. Dies betrifft sowohl die Miete für die Raumnutzung, welche vom MA BOB nicht gezahlt wird, als auch die personellen Ressourcen.
Wir fordern die komplette Rückfinanzierung durch den kostenpflichtigen MA BOB, zusätzlich die bis jetzt ausgegebenen Mittel des IBW s! Keine personelle Unterstützung des MA BOB auf Kosten der grundständigen Lehre!
3. Aufrechterhaltung der grundständigen Studiengänge!
Statt der Lehraufträge fordern wir die verstärkte Lehre von MitarbeiterInnen des Instituts. Dies ist vor allem im Sinne der Studierenden, da sie sich am Institut prüfen lassen werden. Eine wie zur Zeit stattfindende Fluktuation an befristet angestellten Lehrkräften verhindert eine angemessene, über die einzelnen Semester hinausgehende Lehre.
Wir fordern keine vorrangig über Lehraufträge abgedeckte Lehre! wir fordern die sofortige Aussetzung der Lehraufträge!Wir fordern dauerhaft am Institut beschäftigte Lehrkräfte, damit der fortdauernde Kontakt zu den Studierenden sicher gestellt ist!
4. Ausgleich von Forschung und Lehre!
Damit unmittelbar verbunden ist auch die Ermöglichung von mehr Forschung am Institut für Bildungswissenschaft. Wir fordern daher den personellen und finanziellen Ausgleich zwischen Forschung und Lehre! Die aktuelle Situation am Institut für Bildungswissenschaft ist nicht tragbar. So wird unser Institut auf lange Sicht nicht weiter existieren können, sondern riskiert ausschließlich zu einer Lehramtszulieferungsstätte zu werden.
5. Schwerpunkt: Vergleichende Erziehungswissenschaft!
Da der Schwerpunkt Vergleichende Erziehungswissenschaft keine am Institut lehrendeR PrüfungsbeauftragteR vorzuweisen hat, soll ab Sommersemester 2010 Frau Prof. Amos aus Tübingen für PrüfungskandidatInnen anreisen. Dies bedeutet praktisch eine enorme Anonymität zwischen PrüfungskandidatInnen und Prüfungsberechtigten.
Wir Studierende akzeptieren diese ,,Notlösung“ nicht! Wir fordern eineN PrüfungsberechtigteN, der an unserem Institut lehrt und nicht nur vor Prüfungen mit den Studierenden in Kontakt tritt.
6. Institutsidentität schaffen und stärken!
Die Studierenden bedauern die momentane Situation des Instituts für Bildungswissenschaft. Wir fordern die konstruktive Zusammenarbeit, in der sich über die oben erläuterte Problemsituation ausgetauscht wird und Lösungsoptionen zwischen Studierenden, MitarbeiterInnen und Geschäftsführung ausgearbeitet werden!
Das Institut bietet den Studierenden keine Anlaufstelle, um mitzugestalten und aktiv an Veränderungsprozessen teilzuhaben. Des Weiteren vermissen die Studierenden die Unterstützung seitens der Geschäftsführung und der MitarbeiterInnen, um eine für beide Seiten zufrieden stellende Zusammenarbeit zu konstituieren. Wir sprechen uns hiermit ausdrücklich für eine fortdauernde konstruktive Zusammenarbeit von allen dem Institut zugehörigen Personen, insbesondere der Geschäftsführung, aus. Dies schließt die Arbeit von Kommissionen und Gremien, in denen alle Statusgruppen vertreten und stimmberechtigt sind, mit ein.
7. Wissenschaftlichen Nachwuchs fördern und erhalten
Gegenwärtig laufen zwei Stellen des wissenschaftlichen Nachwuchses im Schwerpunkt Schulpädagogik aus. Insbesondere mit Blick auf den oben aufgeführten Kapazitätsmangel fordern wir den Erhalt der momentan auslaufenden Stellen und die Schaffung weiterer Stellen!